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Tarek Assam wuchs kulturell zwischen Westeuropa und dem Nahen Osten auf. Er studierte an der Musikhochschule Köln Bühnentanz und legte dort 1985 sein Diplom ab. Zuvor hatte er an der rheinischen Friedrich Wilhelms Universität in Bonn Philosophie, Soziologie und Pädagogik studiert.

Von 1985 bis 1995 tanzte er in Düsseldorf an der Deutschen Oper am Rhein und als Solist am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, am Stadttheater Pforzheim sowie an verschiedenen anderen deutschen Bühnen. 1990 bekam er die Position des Assistenten und Trainingsleiters am Stadttheater Pforzheim, wo er auch 1991 und 1992 seine ersten Arbeiten choreographierte. Nach erfolgreicher Teilnahme an verschiedenen choreographischen Wettbewerben und weiteren Arbeiten für das Musiktheater erhielt er 1993 den Auftrag, für das Nationaltheater El Salvador die Choreographie zu SHEHERAZADE zu übernehmen.

Assams Interesse an Tanz als Dialog zwischen den Kulturen zeigt sich besonders darin, dass er 1995 die Leitung der Internationalen Tanzwoche Eisenhüttenstadt übernahm und 2001 das Festival TanzArt ostwest mitbegründete, dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist.

Von 1995 bis 2003 war Assam als Choreograph und Ballettdirektor am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg engagiert. Hier entwickelte er seine Bewegungssprache, die er intensiv mit modernen theatralischen Mitteln verknüpft, um Themen unserer Zeit zum Ausdruck zu bringen. Es entstanden abendfüllende Werke wie SCHACHNOVELLE (1996), MINOTAURUS (1998), BLUE NOTES (2000) und OUTSIDE (2001). 2001 erhielt Assam eine Einladung nach Bulgarien, um am Opernhaus Varna seine Choreographie TANGO 18 neu einzustudieren. 2004 kehrte er für eine Wiederaufführung von THE WALL (ein Stück aus dem Jahre 2002) nach Varna zurück.
Im Jahr 2000 und 2001 bat die John Cage Stiftung Assam, jeweils ein multimediales Event anlässlich der Eröffnung des 639 Jahre dauernden Orgel Kunst Projektes Organ II / ASLSP von John Cage zu choreographieren. Die Installation wurde in Zusammenarbeit mit dem Guggenheim Museum New York geplant.

Seit seinem Engagement 2002 als Ballettdirektor der Tanzcompagnie Gießen / am Stadttheater Gießen hat Tarek Assam das Festival TanzArt ostwest weiter ausgebaut. Zudem hat er den künstlerischen Austausch und gemeinsame Projekte insbesondere mit dem Polnischen Tanztheater Posen, dem Kielce Teatr Tanca (Polen), der Staatsoper Varna (Bulgarien), der Company Irena K (Belgien), der Desperate Figures Dance Company (Mainz), dem Hessischer Rundfunk sowie vielen weiteren deutschen Theatern voran getrieben.

Für seine Choreographien und auch sein Ensemble ist Assam immer auf der Suche nach einem intensiven künstlerischen Austausch. Dafür integriert er in seine Arbeiten Künstler aller Sparten und sucht vielfältig die Verknüpfung von Film, Text und Photographie mit Musik und Tanz.

Im Mai 2005 erhielt Tarek Assam den Kulturpreis der Stadt Varna für die Choreographie von THE WALL.

 

 
 



 
 

Die Tanzcompagnie Gießen ist eine zeitgenössisch orientierte Compagnie und erarbeitet Interpretationen aktueller Themen, die dem Selbstverständnis heutiger Generationen verpflichtet sind. In ständig wechselnden künstlerischen Teams entwickelt sich das Repertoire, das mittlerweile ca. 30 Werke umfasst. Eine Vielzahl nationaler und internationaler Künstler aus allen Bereichen (Bühnenbildner, Ausstatter, Musiker, Videokünstler, Dramaturgen, Komponisten, Choreographen etc.) arbeiten mit der TCG zusammen. Chefchoreograph und künstlerische Leiter ist Tarek Assam.

Zeitgenössisches Tanztheater von außergewöhnlicher Ästhetik zeichnet die Tanzcompagnie Gießen aus. Durch bildgewaltige Konstellationen werden bewegte, und auch das Publikum zutiefst bewegende Werke von hoher Eindringlichkeit geschaffen. Dabei steht die multimediale Verknüpfung von Tanz und Musik, von Texten, Videoeinspielungen und Projektionen im Vordergrund. Ob emotional, überbordend, suggestiv, kraftvoll oder sensibel: Die Tanzcompagnie Gießen spielt virtuos auf der Klaviatur der menschlichen Emotionen und Befindlichkeiten. Sujets werden auf höchstem technischem und künstlerischem Niveau gesetzt. Der Choreographiestil von Tarek Assam ist von großer Dynamik geprägt. Dabei spannt er den Bogen von jugendrelevanten Themen, über das Fremd- und Anderssein, über Außenseiter in der Gesellschaft bis hin zu lustvoll und leichten Lebensmomenten.

 

 
 


Photo: Rolf Wegst
 

 
 

Born in Germany, Tarek Assam lived in the countries of his shared heritage Western Europe and the Middle East. After studies in Philosophy, Sociology and Pedagogy at the Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Bonn, he trained at the Musikhochschule Cologne, Germany receiving a Bachelor of Arts in Dance in 1985.

Assam´s career as a dancer, from 1985 to 1995 took him to the Deutsche Oper am Rhein, Staatstheater Wiesbaden, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Stadttheater Pforzheim and to guest appearances with several German Opera Houses.

In 1990 he became Director´s Assistant and Company Teacher with Stadttheater Pforzheim, not long afterwards began choreographing for the company. Following this was a production of Sherezade for the Nationaltheater of El Salvador in 1993 and successfull participation in several international choreographic competitions.

In 1995 he directed the Internationale Tanzwoche Eisenhüttenstadt, later in 2001 became Co-founder and Artistic Director of the now established annual TanzArt Ostwest Festival (2001).

As Artistic Director and Choreographer with Nordharzer Städtebundtheater, Halberstadt / Quedlinburg / Ballenstedt 1995 - 2003, Assam created a choreographic identity through the psychological themes approached in pieces such as Schachnovelle (1996), Minotaurus (1998), Blue Notes (2000) and Outside (2001).

A proposal from the John Cage Foundation in 2000 invited him to choreograph for both the inaugural (2001) and second (2002) installations of the John-Cage Orgel-Kunst-Projekt, Organ II / ASLSP by composer John Cage, a multimedia event planned in collaboration with the Guggenheim Museum, New York.

In 2005 Tarek received the Cultural Award of Varna from the Governor of Varna Yani Yanev, after restaging The Wall in 2004 and an earlier ballet Tango 18 in 2001 for the Opera House of Varna, Bulgaria.

Since his engagement in 2002 as artistic Director and resident choreographer of Tanzcompagnie Giessen/Stadttheater Giessen he has made successful moves towards promoting enduring and dynamic dialogues with and between other dance, arts and technology bodies/institutions/individuals within Germany and abroad. He has further developed the TanzArt Ostwest Festivals and established several ongoing artistic exchanges and collaborative projects with Kielce Teatr Tanca, Poland, Opera House Varna, Bulgaria, Company Irene K, Belgium, Polish Dance Theatre, Poznan, Brotfabrik Bonn and Desperate Figures Dance Company, Mainz, Melanie Clarke, London, Hessische Rundfunk Television, the Institut für Angewandte Theaterwissenschaft , Giessen, and various German dance companies and theatres.

Regular artistic partners have recently included Los Angeles-based film artist/choreographer Ana Baer, American installation-artist/stage designer Fred Pommerehn, German stage/costume designers Tina Kitzing, Suse Tobisch and Lukas Noll and German Dramaturg Peter Oppermann, a.o.

 

 
 

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